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Mai

Dezember

Der 8.Dezember, ein hohes Marienfest der Kirche in Ost und West.




Zusammen mit der gesamten orthodoxen Christenheit begeht die katholische Kirche am heutigen 8. Dez. einen hohen Marienfeiertag. Er trägt den schönen
Namen:“Maria ohne Erbsünde empfangen“ oder kurz: „Maria Immakulata“.

Eigentlich könnten sich auch evangelische Christen für dieses Geheimnis öffnen , denn gerade dieses Fest bekundet: „Rein aus Gnade hat Gott Maria eine besondere Berufung und Erwählung zugedacht: Sie soll die Mutter des Messias und Sohnes Gottes Jesus Christus werden!“ Diese besondere Berufung und Erwählung durch Gott drückt sich schon im ersten Kapitel des Lukasevangeliums aus, wo der Engel Gabriel Maria mit den bekannten Worten grüßt: „Sei gegrüßt, Maria, du bist (schon) voll der Gnade, der Herr ist mit dir!“

Was heißt Gnade ? Dieses Wort bedeutet: Gott kehrt mit seiner ganzen Zuneigung und göttlich-liebenden Zuwendung bei Maria ein. Maria öffnet sich dafür, sie verweigert sich nicht so, wie sich der Mensch in der Sünde Gott verweiget. Maria läßt sich vielmehr von göttlicher Zuneigung ganz erfüllen.
Wo aber Gott ganz zuhause ist, das ist für das Widergöttliche, Verbogene, Falsche und Sündhafte absolut kein Platz mehr. Da ist nur noch die reinste Gnade. Dermaßen also von Gott geheiligt, geweiht und beschenkt, ganz ohne Fehler, Makel und Sünde, darf Maria das Christkind empfangen und Mutter des Erlösers werden.

„Die allreine Gottesbraut“ wird sie deshalb in der Liturgie der orthodoxen Christenheit vom 8.Dezember genannt und die katholische Liturgie nennt sie die „Immakulata conceptio“, die im Schoß ihrer Mutter Anna sündenlose „Unbefleckte Empfängnis“. Gewiß sind das für den modernen Menschen geheimnisvolle, ja vielleicht sogar befremdende Glaubensaussagen. Aber vielleicht wird all das klarer und dadurch verständlicher, daß wir es uns gefallen lassen müssen, dass Gott von uns Menschen eine ganz hohe Meinung hat. Er hat uns als sein Bild und Gleichnis, als sein Ebenbild erschaffen.

Er hat uns die Würde der Gotteskindschaft geschenkt, die in der christlichen Taufe besonders deutlich zum Ausdruck kommt.
Ja Gott will sogar im Menschen und unter den Menschen wohnen. Gerade jetzt im Advent klopft er an unsere Türen, wie einst bei der Herbergssuche in Bethlehem. So ist gerade dieses Marienfest vom 8.Dezember so etwas wie ein Alarmzeichen: Mensch, sei wachsam, Gott ist unterwegs, er sucht Menschen, die ihn einlassen und aufnehmen wie Maria!

Für die Kirche ist dann Maria keine Privatperson, keine stille Genießerin göttllicher Privilegien. Die Kirche , die des Ostens wie die des Westens, nennt Maria vielmehr die „Mutter des Zeichens“ oder „das große Zeichen“ für die ganze Menschheit. Das bedeutet: Maria erinnert an unser aller Berufung, Gott jetzt schon mitten im Leben aufzunehmen, damit wir ihm an Ende unserer Tage ganz gehören und ewig bei ihm sein können.


Katholische Pfarrei „Zu Unserer Lieben Frau“, Neumarkt i. d. OPf., „Mariä Aufnahme in den Himmel“
Hofplan 3, 92318 Neumarkt, Tel. 09181 1692, Fax 09181 1546, E-Mail: hofkirche.nm@bistum-eichstaett.de

In dringenden seelsorglichen Fällen können Sie uns unter der Nummer 01522 7390204 erreichen.